Start-ups
28. September 2020 6:00  Uhr

Gelungenes Comeback in Hybridform

Nach siebenmonatiger Coronapause fand in der Techbase wieder ein Makers’ Club statt – mit Fachvorträgen zur Finanzierung und Gründer-Pitches. Erstmals war ein Teil der Gäste per Livestream zugeschaltet.

Die Gastgeber Alexander Rupprecht (2. v. re.) und Dr. Veronika Fetzer freuten sich mit den Referenten Dr. Carsten Rudolph (li.) und Florian Mann (re.) sowie Pitch-Sieger Simon Kofler (2. v. li.) über den ersten Makers’ Club nach über sieben Monaten.| Foto: Robert Torunsky

Von Robert Torunsky

REGENSBURG. Seit Februar hatten die zahlreichen Freunde des Makers’ Club auf eine Neuauflage warten müssen. Die Gastgeber, Alexander Rupprecht, Geschäftsführer der R-Tech GmbH, und Dr. Veronika Fetzer, Projektleiterin der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO), freuten sich deshalb sehr, am 21. September in der Techbase wieder Gäste zu der innovativen, von der Wirtschaftszeitung als Medienpartner unterstützten Netzwerkveranstaltung begrüßen zu dürfen.

Da aufgrund der Hygienebestimmungen nur 50 registrierte Gäste vor Ort zugelassen waren, hatten sich die Gastgeber zu einem hybriden Format entschlossen: Weiteren Interessenten wurde per Livestream die Möglichkeit geboten, die Fachvorträge zum Thema „Finanzierung für Gründer und Start-ups“ zu verfolgen. In einem waren sich alle Anwesenden einig: An guten Ideen mangelt es Gründern und Start-ups selten, aber viele Gründungen scheitern am Kapitalbedarf und an einem langfristigen Finanzierungsmodell.

Banken als Finanzierungspartner

Florian Mann, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach, legte Gründern ans Herz, das finanzielle Risiko zu streuen, und verdeutlichte auch das gestiegene Interesse von Kreditinstituten an Finanzierungen: „Ich möchte Mut machen, die Bank als Finanzierungspartner mit ins Boot zu holen, denn anders als ein aktiver Investor, der sich in das Unternehmen einkauft, hat die Bank beispielsweise kein Mitspracherecht und kann nicht in die laufende Geschäftsführung eingreifen.“ Man bleibe also weitestgehend unabhängig und flexibel. Banken hätten nicht nur große Erfahrung mit Businessplänen, sondern seien auch für den Erhalt von öffentlichen Fördergeldern zwingend erforderlich.

Eine weitere Möglichkeit, die Finanzierung durch Venture Capital, wurde von Dr. Carsten Rudolph von Baystartup vorgestellt. Rudolph machte aber deutlich, dass bei dieser Art der Finanzierung ein innovatives Geschäftsmodell und idealerweise ein absehbares Marktwachstum vorhanden sein müssten. Vor der abschließenden Expertenrunde konnten sechs Gründer ihre Geschäftsidee 60 Sekunden pitchen. Den größten Applaus und damit den Tagessieg sicherte sich hauchdünn Simon Kofler mit der Präsentation der App B42 vor dem von Wilfried Heim-Caballero, IMIQ, präsentierten TapWatch, einem Messgerät, das die positiven Umweltauswirkungen durch den Konsum von Leitungswasser sichtbar macht.

Interview

Trainings-App soll Hobbykicker besser machen

Die App B42 des Start-ups SFY soll das Training von Hobbyfußballern professioneller machen und sie vor Verletzungen schützen. Chief Finance Officer Simon Kofler erklärt, wie die App und das Geschäftsmodell dahinter funktionieren.

Mehr…