Zukunftsmuseum
1. Oktober 2021 10:13  Uhr

Per Hyperloop durchs Land

Fliegende Autos, smarte Häuser, ressourcenschonendes Bauen: Die Themenwelt „System Stadt“ geht der Frage nach, wie wir zukünftig zusammenleben werden.

Dieser Prototyp geht bei Bedarf von der Straße in die Luft. | Foto: Thomas Tjiang

Von Thomas Tjiang

NÜRNBERG. Die Stadt der Zukunft wird cool und intelligent: fliegende Autos, smarte Häuser, architektonische Wunder in den Wolken. Zahlreiche Exponate in der Themenwelt „System Stadt“ befassen sich mit nachhaltigem und ressourcenschonendem Bauen und geben einen Einblick in zukunftsweisende Wohn- und Mobilitätskonzepte.

Ein erster dominanter Blickfang ist der „Pop.Up Next.“, eine Studie für das Auto der Zukunft von Audi. Die Fahrerkabine kann sich einerseits klassisch wie ein Auto auf der Straße bewegen. Andererseits lässt sich die Kabine von ihrem Unterbau abkoppeln, um sich wie eine Drohne durch die Luft zu bewegen. Der Verkehr nimmt im System Stadt eine gewichtige Stellung ein. Hier findet sich auch das Solarauto Blue Cruiser, das das technische Potenzial von Sonnenenergie im Tank veranschaulicht.

Von München nach Hamburg in 35 Minuten

Das andere große Zukunftsthema für klimaneutralen Verkehr ist die Wasserstofftechnologie. Besucher können an einem bedienbaren Modell erfahren, wie das sogenannte LOHC-Verfahren funktioniert. Bei diesem innovativen Transportkonzept wird idealerweise grüner Wasserstoff in einem flüssigen Trägerstoff gespeichert. Der herausragende Vorteil: In dieser Form lassen sich Tanklastwagen oder Schiffe ganz konventionell befüllen sowie auch vorhandene Versorgungspipelines nutzen. Interessierte können sich aber auch mit der Idee und den Funktionsprinzipien eines Linearmotors des Hyperloops vertraut machen. Die Vision für den innerdeutschen Fernverkehr hat durchaus ihren Reiz. Die Strecke von München nach Hamburg würde mit dieser Zukunftstechnik kurz – theoretisch wäre die Tour per Hyperloop in 35 Minuten zu schaffen.

Wohnen in luftiger Höhe

Auch die Stadt der Zukunft könnte ganz anders aussehen. Statt sich immer weiter in die knapper werdende Fläche auszudehnen, könnten Wohneinheiten in luftige Höhen wachsen. Dabei geht es allerdings nicht nur schlank nach oben. Vielmehr könnten ausladende Ebenen – die fast ebenso lang sind wie das Gebäude hoch – aus den Seiten herausragen und so neue Flächen weit über dem Boden erschließen.

Illustriert wird das Thema Betonsparen an einer weiteren Station. Neugierige können hier fünf unterschiedlich gestaltete Betonklötze in die Hand nehmen. Je nach Anforderung sind es kompakte oder teils mit filigranen Hohlräumen versehene Blöcke, die es ermöglichen, mit Beton effizienter umzugehen.