Business Stream
04.03.2021 | Beginn 19:00 Uhr

Alltagskompatible Leistungssportstrategien

Im Business Stream gab Lifecoach und Bestsellerautor Dirk Schmidt mit seinem Vortrag „Gewonnen wird im Kopf“ Impulse aus dem Spitzensport zu mehr Rückenwind und Erfolg im beruflichen Alltag.

Lifecoach Dirk Schmidt referierte im Businessclub. | Foto: Alexander Vejnovic

Von Robert Torunsky

REGENSBURG. Die Coronakrise und ihre Folgen haben laut Dirk Schmidt nicht nur viele Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch bei vielen Entscheidern die intrinsische Motivation verschüttet. „Die muss wieder freigelegt werden, denn gerade Unternehmer leben vom Handeln und Tun“, sagte der bekannte Lifecoach und Bestsellerautor zu Beginn seines virtuellen Vortrags „Gewonnen wird im Kopf“. Ein guter, dem Leistungssport entnommener Ansatz sei, eine Liste mit 25 Punkten zu erstellen, warum man damals angetreten sei. Was hat mir daran Spaß gemacht und warum tue ich das, was ich tue? „Auf diese Weise ist man bei sich und eben nicht bei der Krise“, sagte Schmidt, der diese Methode erfolgreich bei Sportstars angewendet hatte, die sich aus einem Formtief oder nach schwerer Verletzung zurückkämpfen wollten.

Fokus auf sich selbst richten

Viele Unternehmer fokussierten derzeit ihre Energie auf die äußeren Umstände und gäben dadurch Verantwortung ab. „Dadurch ist man reaktiv und nicht aktiv. An dem Satz ,Der Unternehmer, der sich Sorgen macht, gibt den Sorgen Macht‘ ist viel Wahres dran“, sagte Schmidt, der auf die Erfahrung von über 2800 Auftritten und Coachings zurückblicken kann und neben Sportlern auch Firmen und Unternehmer berät. Dirk Schmidt ist selbst krisenerprobt: In jungen Jahren verlor er nach dem Verkauf seines Autohauses sein Vermögen und auch die Coronakrise zwang den Unternehmer von heute auf morgen dazu, sein Geschäftsmodell komplett umzustellen, da Live-Auftritte nicht mehr möglich waren. Auch bei ihm sei die innere Einstellung entscheidend gewesen. „Bei der Krisen- oder Stressbewältigung gibt es kein Schema F, da jeder Mensch individuell ist“, sagte Schmidt und demonstrierte dies unter anderem an dem Lösungsansatz der bekannten deutschen Hochspringerin Ariane Friedrich. „Die Stärken zu stärken ist wichtig, aber mehr Potenzial hat es, an den Ängsten zu arbeiten. Das hat die größte Hebelwirkung. Wenn es darauf ankommt, muss ich fit und mutig sein und nicht zaudern.“

Verschiedene Hilfsmittel

Die Methoden, die einem dabei helfen können, die Selbstzweifel zu besiegen, seien unterschiedlich. Dirk Schmidt stellte den Mitgliedern des Businessclubs diesbezüglich nicht nur seine kostenlose App „MUTivation“ vor, mit der man die mentale Stärke testen kann. Ein anderer Ansatz sei, ein Ziel oder einen Motivationsspruch auf Post-it-Zettel in der Lieblingsfarbe zu schreiben und diese überall – beispielsweise im Auto, im Badezimmer und am Kühlschrank – zu platzieren und die positive Wirkung zu testen. Er gab neben vielen praktischen Tipps den Zuhörern auch den Rat, etwas Neues auszuprobieren, um sich zu optimieren. Ab dem 30. Mal, das sei wissenschaftlich erwiesen, werde daraus eine neue Gewohnheit. „Veränderung macht immer Spaß. Man braucht kleine, positive Referenzerfahrungen“, sagte Dirk Schmidt.

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