Genuss
25.02.2021 | Beginn 18:30 Uhr

Virtuelle Bierverkostung mit Bischofshof

Bier ist nicht gleich Bier. Bei der virtuellen Bierverkostung der Brauerei Bischofshof tauchten die Mitglieder des Businessclubs in die große, besondere Welt der Regensburger Bierspezialitäten ein.

Unterhaltsam und schmackhaft: Biersommelier Wolfgang Böhm von der Brauerei Bischofshof brachte bei einem Tasting den Mitgliedern des Businessclubs die Vielfalt des Bieres näher. | Foto: Robert Torunsky

Von Robert Torunsky

REGENSBURG. Im Sport gilt schon der zweite Platz als erster Verlierer, beim Biertasting des Businessclubs gab es nur Gewinner. Die Mitglieder hatten nämlich im Vorfeld des Abends einen Bierpokal und fünf beliebte Biersorten der Brauerei Bischofshof zugeschickt bekommen. Biersommelier Wolfgang Böhm meldete sich via Videokonferenz aus dem Schalander der Regensburger Traditionsbrauerei, wo die Verkostung ohne die Coronabeschränkungen stattgefunden hätte. So machten es sich die Businessclub-Mitglieder in den eigenen vier Wänden gemütlich und hatten dabei den Vorteil, dass das Auto nicht mehr bewegt werden musste.

Fünf verschiedene Biersorten -– Radler naturtrüb, Regensburger Hell, Pils, Regensburger Zwickl und Heller Weißbierbock – wurden im Laufe des Abends verkostet. Die Auswahl – „ein Bier für alle Fälle“ – unterstrich die enorme Vielfalt des auch als „flüssiges Gold“ bekannten Kultgetränks, das schon vor über 5000 Jahren in China gebraut wurde. Einen Quantensprung in Sachen Qualität erfuhr der Gerstensaft dann in Bayern im Jahr 1516 in der als Reinheitsgebot bekanntgewordenen Vorschrift, dass Bier nur aus Hopfen, Malz und Wasser bestehen darf. Die für die Gärung so wichtige Hefe wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts in die Zutatenliste mit aufgenommen. „Die Bäcker waren damals die besten Braumeister, da sie sich mit der Wirkungsweise der Hefepilze am besten auskannten“, erzählte Böhm – eine von vielen Fakten über das Bier und seine lange Historie. „Wenn man sich das Angebot in den Getränkemärkten ansieht, geben die bayerischen Biertrinker dem Reinheitsgebot recht“, freute sich Böhm über das Qualitätsbewusstsein der Bürger.

Die Mitglieder bekamen nicht nur Tipps für das ideale Begleitessen zu den Biersorten – beispielsweise Geflügel zum Zwickl, Fisch zum Pils und dunkle Schokolade zum Weißbierbock –, sondern auch jede Menge launig präsentierte Infos zum Brauprozess der verschiedenen Sorten. „Die Stammwürze ist die Summe der Inhaltsstoffe vor der Vergärung in Prozent“, sagte Böhm. Ein Doppelbock hat 18 Prozent Stammwürze, ein Bockbier 16, das Festbier 13, das Export 12 und das Lager 10 Prozent.

Beim Brauen und bei der Lagerung – bei Bischofshof lagert das Bier 30 Tage vor der Abfüllung – sei indes Geduld gefragt: „Qualitätsbier muss bei vier bis fünf Grad reifen“, sagte Böhm. Künstlich herbeigeführte höhere Temperaturen würden zwar den Prozess beschleunigen, der Fuselalkohol würde aber vielfach zu Kopfschmerzen führen. „Zeit ist Geld“, fasste Böhm zusammen und warb für den Kauf von heimischen Qualitätsbieren.

„Bischofshof setzt seit Jahrzehnten auf Regionalität: Wir beziehen das Malz aus dem Gäuboden und den Hopfen aus der Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt.“ Im Anschluss an das Tasting beantwortete Wolfgang Böhm noch Fragen aus der Runde der Businessclubmitglieder und schloss augenzwinkernd mit dem Satz: „Bier ist gesund, solange man es nicht säuft.“

Liveverkostung via zoom