Anzeige
24. Juni 2021 11:25  Uhr

Bürowelten immer wieder neu denken

Die Digitalisierung verändert Arbeitsprofile und damit auch die Anforderungen an Arbeitsumgebungen. Der Gewerbepark Regensburg bietet dafür optimale Bedingungen.

Das Arbeitsumfeld wird cooler und bietet eine hohe Aufenthaltsqualität: Im Loungebereich bei BSH Hausgeräte im Gewerbepark wird diese Anforderung perfekt umgesetzt. Das Gestaltungskonzept stammt von der Münchner „raumUNDfunktion GmbH“. | Foto: Istvan Pinter

Von Mechtild Nitzsche

REGENSBURG. Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfquote steigt, das Leben nimmt vorsichtig Fahrt auf: Vieles spricht dafür, dass sich der durch Corona so komplett auf den Kopf gestellte (Arbeits-)Alltag langsam normalisiert. Mit dem Lichten der Nebelschwaden wird auch der Blick auf die Büroarbeitswelt wieder klarer – und die Frage nach deren Zukunftsfähigkeit, die sich lange nur um Möglichkeiten des Homeoffice drehte, virulenter.

Produktiver, kommunikativer und kreativer

Neu ist das Thema nicht; es war nur durch die Zwänge der Pandemie teils überlagert, teils auf den Gesundheitsaspekt verengt worden. Wer sich jedoch, wie der Gewerbepark Regensburg, seit Jahrzehnten mit der Zukunft des Büros auseinandersetzt, war schon zuvor mit deren Ausgestaltung befasst, erklärt Geschäftsführer Roland Seehofer: „Das prägende Thema in den nächsten Jahren ist die Digitalisierung. Einfaches und standardisiertes Arbeiten wird immer mehr automatisiert, das Profil unserer Arbeitsplätze verändert sich und damit auch die Anforderungen an unser Arbeitsumfeld.“ Dass das idealerweise nicht unbedingt die eigenen vier Wände sind, sei eine wichtige Erkenntnis der vergangenen zwölf Monate. „Die Zeit hat uns die hohe Produktivität vor Augen geführt, die in Büros geleistet wird – und damit den Wert der Bürowelt für Unternehmen auch für die Bindung und den Zusammenhalt der Mitarbeiter, für Kommunikation und Kreativität.“

Tätigkeitsbasierte Büroarbeitsplätze im Fokus

Um diesen Trumpf auch weiterhin ausspielen zu können, benötigten Büroflächen eine neue Ausrichtung: „In Zukunft wird die tätigkeitsbasierte Gestaltung der Büroarbeitsplätze immer stärker im Fokus stehen. Sie ermöglicht Mitarbeitern, im Sinne des Unternehmens produktiv zu sein, schafft Raum für kreative Interaktion und wirkt so auch identitätsstiftend.“ Die Basis für die Gestaltung moderner Arbeitswelten sind flexible Gebäude und Räume. Mit der Multifunktionalität seiner Gebäude schafft der Gewerbepark hier ideale Voraussetzungen und unterstützt mit dem zur Firmengruppe gehörenden Planungsbüro DV Plan die Mieter auch bei der Planung.

Zwei Thesen für bessere Büros

Zwei entscheidende Thesen haben sich hier laut Seehofer im langjährigen Austausch mit den Mietern herauskristallisiert. Die erste: Das moderne Arbeitsumfeld bietet attraktive, multifunktionale Räume für unterschiedlichste Nutzungen und Tätigkeiten, es fördert Kommunikation und Kooperation. Die Bürofläche wird definierten Bereichen zugeordnet, die die Mitarbeiter je nach anstehender Tätigkeit auswählen. Diese Bereiche umfassen beispielsweise Loungebereiche, Küchen als Treffpunkt, offene Flächen für Kommunikation sowie Meeting- und Workshopräume, aber auch Rückzugsorte wie Telefon- oder Silent Box.

Die zweite These: Das Arbeitsumfeld wird cooler und bietet eine hohe Aufenthaltsqualität – ein wichtiger Punkt nicht nur für die Arbeitsergebnisse, sondern auch im Wettbewerb um Fachkräfte. Ein ressourcenschonendes Umfeld kann viel zur Identifikation mit dem Arbeitgeber beitragen, inszenierte Flächen und Räume, Angebote zur spielerischen Ablenkung unterstützen die Rekreation. Ein optimales Arbeitsumfeld ist hell und freundlich mit durchdachten Licht- und Farbkonzepten gestaltet, es bietet Schallschutz und ein optimales Raumklima, kurz: Die Gestaltung des Büros der Zukunft setzt den Fokus auf die User Experience.

Cooler und vor allem funktionaler als das Homeoffice

Mit diesen Thesen arbeitet auch Andreas Gebhard, Geschäftsführer der HAAG Büro- und Praxiseinrichtungen, seit Jahren erfolgreich: Sein Geschäft hat nicht nur den Sitz im Gewerbepark, sondern dort auch schon viele Mieter bei der Einrichtung ihrer Räume unterstützt. Er hat die Erfahrung gemacht: „Ein zukunftsfähiges Büro schafft es, Mitarbeiter mit einem Unternehmen zu verknüpfen und Identifikation herzustellen. Und es muss cooler und vor allem funktionaler sein als das Homeoffice, damit die Mitarbeiter einen guten Grund haben, sich auf den Weg dorthin zu machen.“

Es geht um die User Experience

Dass dieses Konzept aufgeht, ist die Erfahrung von Michael Fleischmann, Vorstand für Finanzen und Personal bei Evopro. Das Technologieunternehmen mit Sitz im Gewerbepark hat 2017 begonnen, die User Experience radikal in den Mittelpunkt der Bürogestaltung zu stellen. „Wir haben dafür keine Bücher gewälzt, sondern sind davon ausgegangen, welche Arbeitsumgebung wir uns früher selbst gewünscht hätten“, erklärt er. Dazu gehörten, neben einer freien Zeitgestaltung und Gratismittagsverpflegung, auch inspirierende Räume zum Wohlfühlen. Zusätzlich sind die Arbeitsflächen an die jeweiligen Tätigkeiten angepasst: Im Konstruktionsbereich ermöglichen Vierergruppen im Großraumbüro Teams, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, im Softwarebereich stehen Rückzugsmöglichkeiten im Fokus, für Besprechungen gibt es einen Kreativraum mit würfelförmigen Boxen anstelle fester Möblierung. Eine hochwertige technische Ausstattung flankiert die Funktionalität des Raums. Auch im Sozialraum ist ein kooperativer Workingspace geplant. Diese optimalen Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen bringen doppelten Gewinn: bestmögliche Arbeitsergebnisse und eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Eine Win-win-Situation, denn: „Je länger wir unsere Mitarbeiter halten können, desto wertvoller sind sie für uns.“