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23. September 2020 12:00  Uhr

Das Auto als Raum für digitale Kundenerlebnisse

Mit ihrer gemeinsamen Marke Intive automotive besetzen Intence automotive electronis und Intive sämtliche Innovationsfelder rund um das digitale Fahrzeug.

Das zunehmend digitale Fahrzeug verändert die Autobranche tiefgreifend.|Foto: chombosan – stock.adobe.com

Von Stephanie Burger


REGENSBURG. Die Coronakrise hat viele bereits vorher bestehende Trends verstärkt und beschleunigt. Als Katalysator erweist sie sich auch für den Strukturwandel in der Automobilindustrie. Bereits vor der Krise hatten Hersteller und Zulieferer damit begonnen, Millionen zu investieren, um künftig Elektro- statt Verbrennungsmotoren bauen und Software statt mechanische Komponenten entwickeln zu können. Digitalisierung, Elektrifizierung und autonomes Fahren sind die großen Entwicklungslinien. Sie haben den Markt in Bewegung gebracht und den Kostendruck erhöht.

Die Coronakrise hat den ohnehin schwierigen Strukturwandel noch einmal verschärft. Für Hersteller und Zulieferer gilt es nun, sich in Position zu bringen und die nötigen Anpassungen schnell voranzutreiben. Als Entwicklungs- und Technologiepartner unterstützt sie dabei die Intence automotive electronics GmbH. Das Portfolio des Experten für Automotive-Softwareentwicklung umfasst Softwareentwicklung, Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren, künstliche Intelligenz und Algorithmen sowie Testkonzepte. Damit ist Intence optimal vorbereitet auf die Digitalisierung des Fahrzeugs.

Erfolgsfaktor Digitalisierung

„Wir verwischen die Grenzen zwischen IT- und Automobilwelt. Unsere besondere strategische Position ist in diesem Transformationsprozess ein großer Vorteil“, sagt Peter Schmidt, Geschäftsführer von Intence. Generell wird die Digitalkompetenz immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor in der Branche. Auch die kürzlich beim Autogipfel in Berlin vorgenommene politische Weichenstellung weist in diese Richtung: Gefördert werden sollen autonomes Fahren, die Vernetzung von Mobilitätsangeboten und ein verbessertes Ladenetz für E-Autos.

Intence hat den Ausbau seiner Digitalkompetenz bereits vor drei Jahren forciert und eine Partnerschaft mit Intive, einem Experten für digitale Produktentwicklung, begründet. „Digital Automotive Exellcence“, so lautet die Vision der Partner, die in der gemeinsamen Marke Intive automotive verwirklicht werden soll. „Projekte rund um das digitale Fahrzeug werden immer mehr von der IT- und Autowelt gemeinsam bearbeitet“, erklärt Schmidt. Die Partnerschaft ermögliche es, größere Projekte in nahzu allen Automotive-Geschäftsbereichen umzusetzen. Im Fokus werden jedoch digitale Kundenerlebnisse rund um die Mobiltät stehen, wie Schmidt erklärt. „Das Fahrzeug will online gehen und die Onlinewelt drängt mit aller Macht ins Fahrzeug.“ Mit dem gebündelten Portfolio habe man optimale Voraussetzungen, um den Mobiltätsmarkt der Zukunft bedienen zu können, ist Schmidt überzeugt: „Besonders steil ist die Lernkurve gerade bei einer Technologie in unserem Portfolio: der künstlichen Intelligenz. Es zeigt sich, dass KI nicht als isoliertes Tool funktioniert, sondern eher als integrativer Teil eines größeren Systems. KI wird damit zum festen Bestandteil neuer Programmiertechniken.“

Doch nicht nur auf die Technologien kommt es an. Die Entwicklung des hoch digitalisierten Fahrzeugs krempelt auch die Arbeitsweise in der Branche um. „Die bisher eher verschlossene Autoindustrie wird immer interdisziplinärer, es wird zudem branchenübergreifend zusammengearbeitet. Auch unsere Teams setzen sich aus Backend-Entwicklern und Automotive-Spezialisten zusammen“, sagt Schmidt. Bei der Entwicklung digitaler Produkte sei es außerdem üblich, schneller, agiler und interaktiver zu agieren. Auch in dieser Hinsicht ändere sich die Arbeitsweise.

Neue Märkte erschließen

Der Umbruch in der Automotive-branche hat noch eine weitere Folge: die Verlagerung von Produktion ins Ausland. Der zunehmende Kostendruck durch die Coronakrise beschleunige diesen Trend, sagt Schmidt. „Wir treiben deshalb nun unsere Internationalisierung stark voran.“ Die Partnerschaft mit Intive erleichtere die Erschließung neuer Märkte. Denn während Intence bisher nur regional tätig war, ist Intive global aufgestellt, mit Standorten in Polen, Südamerika, den USA und Großbritannien.

Im Fokus der Internationalisierungstrategie von Intive automotive steht das Thema Nearshoring. Darunter versteht man den Aufbau von Standorten im europäischen Ausland. „Der Vorteil dabei liegt einerseits in einer günstigeren Kostenstruktur, andererseits gibt es keine zeitlichen, kulturellen und wenig sprachliche Barrieren zwischen den Teams in Deutschland und beispielsweise der Ukraine“, erklärt Schmidt. Die Fachkräfte seien hochspezialisiert, verfügten über sehr gute Englischkenntnisse und seien erfahren in der Anwendung von agilen Softwareentwicklungsmethoden. „So können wir auch Entwicklungsprojekte, die eine höhere Manpower verlangen, schnell und effizient im Sinne der Kundenerwartungen realisieren.“

Entwicklerteam Intence
Gebündelte Kompetenz

Gemeinsam die Mobilität der Zukunft gestalten

Aus der Vision für eine bessere Automotivesoftware wurde eine erfolgreiche Firma. Sie hat nun einen Meilenstein erreicht.

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