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16. September 2020 14:55  Uhr

Ein Update für die Mobilität

Die Marke Intive automotive vereint Digital- und Automotivekompetenz. Als Technologiepartner von Herstellern und Zulieferern gestaltet sie die Zukunft der Mobilität.

Digitalisierung und Vernetzung kennzeichnen die neue Mobilitätsgesellschaft. | Foto: metamorworks – stock.adobe.com

Von Stephanie Burger

REGENSBURG. Eine Zeitenwende hat begonnen: Die Ära der klassischen Fortbewegungstechnologien geht zu Ende und eine neue Mobilitätsgesellschaft bildet sich heraus. Alles, was sie ausmacht – wie Elektromobilität, Sharing und autonomes Fahren –, basiert auf Digitalisierung und Vernetzung. Die Zukunft dieser digital vernetzten Elektroauto-Welt zu gestalten, ist das Ziel von Intive automotive, einem Zusammenschluss des global Players für digitale Produktentwicklung Intive und des Regensburger Automotive-Software-Experten intence automotive electronics. Die beiden strategischen Partner treiben die Entwicklung ihrer gemeinsamen Marke Intive automotive weiter voran. Im Fokus stehen digitale Kundenerlebnisse und Dienste rund um die Mobilität.

Digitale Produkt-Ökosysteme

„Der Schritt war eine logische Weiterentwicklung für uns und eine Antwort auf den tiefgreifenden Wandel in der Branche. Mit unserer gebündelten Automotive- und Digitalkompetenz adressieren wir noch besser die Bedürfnisse der neuen Mobilitätswelt“, sagt Thomas Kräuter, Solutions Architect bei Intive. Um das Potenzial des neuen Automotive-Zweigs aufzuzeigen, gibt Kräuter einen Einblick in die digitale Welt des global agierenden Unternehmens, dessen Kernkompetenzen in der Web- und App-Entwicklung, dem Produktund User-Experience(UX)-Design sowie in der IT-Security liegen. „Unsere Apps sind immer mehr als reine Apps, sie sind Bestandteile ganzer Produkt-Ökosysteme“, erklärt Kräuter und schildert Projektbeispiele aus verschiedenen Branchen. So hat Intive beispielsweise für die bekannte Multifunktions-Küchenmaschine Thermomix das integrierte Rezeptportal Cookidoo designt und entwickelt. „Das ist ein komplettes Koch-Ökosystem mit Abo-Modell und offiziell von Vorwerk entwickelten Rezepten, die direkt vom Thermomix abgerufen werden können“, so Kräuter. Für das Design von Cookidoo gab es 2019 unter anderem den renommierten Designpreis Red Dot Award.

Smarter Schuh als Fußballtrainer

Eine App mit ebenfalls großem Funktionsumfang hat Intive in Kooperation mit Google und Electronic Arts für Adidas entwickelt – die App für eine smarte Einlegesohle für Fußballschuhe. Diese trackt mithilfe von Machine Learning fußballspezifische Bewegungen wie Schussintensität, Ballberührungen, Laufgeschwindigkeit und Laufdistanz. „Sie kann für Profis und Hobbykicker zur Trainingssteuerung genutzt werden, aber auch für Wettbewerbe unter den Nutzern der FIFA Mobile App“, sagt Kräuter. Ein großes B2B-Projekt wurde für den BASF-Inkubator „Chemovator“ realisiert. Die App „Sustragil“ ermöglicht es Unternehmen der chemischen Industrie, Gefahrgutdatenblätter, die auf entsprechende Produkte aufgedruckt werden müssen, automatisiert zu erzeugen. „Das war bislang eine sehr komplexe Angelegenheit. Sobald ein Hersteller in einem Produkt, wie zum Beispiel in einem Autolack, nur einen Stoff verändern möchte, muss er eine neue toxikologische Bewertung auf Basis aktueller Studien durchführen. Unser KI-gestütztes Tool führt diese Bewertung automatisiert durch und liefert ein rechtlich sicheres Ergebnis“, erklärt Kräuter. Für „Sustragil“ ist Intive bereits für den nächsten Design-Award nominiert.

Nutzerzentriertes Design

„Die Projektbeispiele zeigen einige der Kernkompetenzen von Intive auf wie künstliche Intelligenz, App-Entwicklung, mobile Ökosysteme, User Experience Design und IT-Security. All diese Kompetenzen werden auch im Automotiveumfeld immer wichtiger“, sagt Kräuter. Vor allem der Ansatz des User Experience Designs, also die Produktentwicklung aus der Sicht des Nutzers, müsse noch viel stärker auch von der Autoindustrie verwirklicht werden. „Was bedeutet das Produkt für den Nutzer? Diese Frage steht bei uns am Anfang jeder Produktentwicklung. Die klassische Vorgehensweise, zuerst die Funktionen zu entwickeln und am Ende das Produkt auch noch ein wenig schön zu gestalten, ist der falsche Ansatz“, betont Kräuter. Intive habe den Vorteil, App-Entwicklung und -Design aus einer Hand und gemäß der Philosophie des Design-driven Developments anbieten zu können. Darunter versteht man einen Entwicklungsprozess, der das Design einer Anwendung in den Vordergrund stellt und die Funktion aus dem Design ableitet. „Eine App muss fantastisch sein. Das ist unsere Grundüberzeugung“, unterstreicht Kräuter.

Neue Möglichkeiten für Direktvertrieb

Neben der stärkeren Fokussierung auf die Nutzerfreundlichkeit möchte Intive noch etwas anderes aus der Digital- in die Automotivewelt übertragen: die Verkürzung der Time-to-Market. „Gerade wenn es um digitale Geschäftsmodelle im Auto geht, müssen wir damit schnell auf den Markt, um ihre Tragfähigkeit auszuloten.“ Das Potenzial digitaler Geschäftsmodelle sei groß, sagt Kräuter. So sei beispielsweise eine mobile App denkbar, über die sich die Nutzungsmöglichkeiten eines Fahrzeugs beliebig definieren und steuern ließen. „Damit kann zum Beispiel eine Art privates Carsharing umgesetzt oder spontan einer bestimmten Person die Nutzung des Fahrzeugs temporär gestattet werden. Auch individuelle Fahrerprofile können hinterlegt werden, sodass beispielsweise der Junior das Auto des Vaters nur gedrosselt fahren kann.“ So manche digitale Anwendung werde sich auch als disruptiv erweisen, meint Kräuter. „Das sind oft relativ einfache Technologien, die aber etablierte Geschäftsmodelle infrage stellen.“ Disruptives Potential vermutet er beispielsweise im Tesla-Direktvertriebsmodell. Dabei werden die Verkäufe von E-Autos direkt zwischen Privatkunden und Herstellern vermittelt. VW startet bei der ID-Familie ein ähnliches Modell, bei dem die Handelspartner als Agentur fungieren. „Mit zunehmender E-Mobilität könnte sich das Modell breit durchsetzen, denn E-Autos haben viel weniger Teile und müssen weniger oft in die Werkstatt.“

Cloud-Computing hält Einzug

Vielleicht nicht disruptives, aber doch innovatives Potenzial hat auch das Cloud-Computing, ebenfalls eine Kernkompetenz von Intive. „Das Cloud-Computing rückt aktuell verstärkt in den Fokus der Automotivewelt“, sagt Kräuter. VW habe beispielsweise kürzlich eine eigene Car-Software-Organisation (Car. Software.org.) gegründet und die eigene VW Automotive Cloud gestartet. Intive Automotive könne die Hersteller- und Zulieferindustrie bei der Konfiguration von Produkten für die Cloud unterstützen. „Cloud-Umgebungen können durch Infrastructure-as-Code als Dienstleistung schnell und effizient bereitgestellt werden.“ Der flexible Leistungsbezug in der Cloud kann auch für mehr Agilität in den Unternehmen sorgen – eine wichtige Voraussetzung, um die Zukunftsthemen Elektromobilität, Vernetzung und autonomes Fahren erfolgreich angehen zu können. Intive und Intence sind auch in dieser Hinsicht ein „perfect match“: sie arbeiten beide mit agilen Methoden, Projekte werden von selbstorganisierten Teams in kurzen Iterationen mit Feedbackschleifen umgesetzt. Intive Automotive unterstützt deshalb Kunden auch bei der Transformation zum agilen Unternehmen.

 

 

 

 

 

 

„Das Cloud-Computing rückt aktuell verstärkt in den Fokus der Automotivewelt“, sagt Thomas Kräuter, Solutions Architect bei Intive. Intive Automotive könne die Hersteller- und Zulieferindustrie bei der Konfiguration von Produkten für die Cloud unterstützen. „Cloud-Umgebungen können durch Infrastructure-as-Code als Dienstleistung schnell und effizient bereitgestellt werden.“

Foto: Intive