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17. November 2020 10:55  Uhr

Gebündelte Kompetenz im Gewerbepark

Vom Beraterpark bis zum Technologiepark: Mit seinen Kompetenznetzwerken schafft der Gewerbepark dichte Angebotscluster zu allen wichtigen Themen.

Im Gewerbepark finden sich viele Angebote unterschiedlichster Branchen und Fachrichtungen bequem erreichbar in unmittelbarer Nähe. | Foto: Timo Lauber – one4two

Von Mechtild Nitzsche

REGENSBURG. 350 Mieter der verschiedensten Branchen, 155.000 qm Mietflächen, Dienstleistung, Handel, Gastronomie, Entwicklung, Büros, Labore, Verwaltung: Das Angebotsspektrum des Gewerbeparks Regensburg ist breit und umfassend. Doch trotz der Fülle des Angebots ist es nicht schwierig, sich hier zurechtzufinden. Denn die Ansiedlung der Firmen unterliegt einer Logik, die einen Mehrwert für Mieter, Mitarbeiter und Besucher darstellt: Der Gewerbepark Regensburg setzt auf das Konzept der Kompetenznetzwerke.

Medipark als Prototyp

Als Prototyp dieses Kompetenznetzwerkgedankens kann der Medipark gelten: Dessen Charme lag, so Roland Seehofer, Geschäftsführer des Gewerbeparks Regensburg, von Anfang an in der Homogenität der angesprochenen Zielgruppe. „Beim Medipark geht es nicht um die Definition einer bestimmten Kundengruppe, er richtet sein Angebot generell an den Menschen als Patienten“, erklärt Seehofer. Deshalb sei es möglich gewesen, hier das Angebotsspektrum schon früh auszudifferenzieren – und in die aktive strategische Mieterakquise zu gehen. „Am Medipark lässt sich der Netzwerkgedanke gut durchdeklinieren: Welche Fachrichtungen haben wir noch nicht belegt, was fehlt noch? Und wie lässt sich das Facharztangebot durch andere medizinnahe Dienstleistungen erweitern?“ Von diesen Fragen geleitet wurde der Medipark zu einem überregional bekannten medizinischen Zentrum erweitert, das mittlerweile unter anderem Radiologie, eine ambulante Klinik, medizinische Dienstleister und Therapeuten, Sanitätshäuser und -großhandel und, zum Arrondieren, auch Krankenversicherungen umfasst. „Ziel hinter dieser strategischen Akquise war und ist es immer, dem Besucher Zeit und Wege zu sparen und einen besseren Service zu bieten“, erklärt Seehofer.

Konsequent strategische Akquise

Vor rund 20 Jahren wurde aus diesem Clustergedanken die Idee der Kompetenznetzwerke weiterentwickelt. „Angesichts der Fülle des Angebots von weit über 300 Mietern stellte sich die Frage: Welche Vorteile lassen sich daraus ziehen – für den Endkunden, aber auch für den Mieter?“ Die Antwort: Der Kunde findet an einem Ort alles, was er zu einem bestimmten Thema braucht. Und sollte in einem bestimmten Kompetenz- oder Branchenbereich etwas fehlen, steuert das Standortmanagement mit aktiver Akquise gegen, um eine möglichst große Angebotsbreite und -tiefe zu erreichen. Auch Mietinteressenten bekommen so eine Orientierungshilfe, wenn beispielsweise in einem Kompetenznetzwerk das Angebot schon sehr breit ist, es jedoch in einem speziellen Segment noch ein Vakuum gibt. „Der Anbieter denkt sich, da passe ich gut hin – und die Kunden sind schon da“, bringt Seehofer es auf den Punkt.

Inzwischen ist die Zahl der Kompetenznetzwerke auf sechs gestiegen: Dem Medipark folgten bis heute der Beraterpark, Handel im Park, Bauen und Einrichten, Service und Freizeit im Park und Technologie im Park. In ihrer Gesamtheit decken die Kompetenznetzwerke die unterschiedlichsten Geschäfts- und Verbraucherthemen ab und bündeln jede Menge Know-how für Endkunden wie für gewerbliche Kunden.

Auf Tragfähigkeit ausgelegt

Eine wichtige Bedingung für die Ausdifferenzierung dieser sehr unterschiedlichen Felder ist die schiere Größe des Gewerbeparks und die Menge der Mieter. Eine weitere ist das Interesse des Gewerbeparks als Bestandshalter, den Standort dauerhaft weiterzuentwickeln und auf langfristig tragfähige Mietverhältnisse zu setzen. Ein dritter Erfolgsfaktor schließlich sind die umfassenden räumlichen Möglichkeiten. Ob besonders repräsentative Showrooms, Laborräume, ein spezielles Büro oder ein Hochregallager: Der Gewerbepark erfüllt alle Anforderungen an Gewerbeimmobilien und bietet auch die Kombination verschiedener Nutzungen auf einer Fläche an.

One-Stop-Shopping-Strategie

Die Kompetenznetzwerke haben mittlerweile zu einer großen Fülle von Synergien geführt. Endkunde sowie Mieter profitieren von der One-Stop-Shopping-Strategie, die von den kostenlosen Parkmöglichkeiten flankiert wird: der Kunde, weil er an einem Ort gebündelt ein großes Angebot zu einem bestimmten Thema findet; der Mieter, weil dieser Vorteil zu einem hohen Bekanntheitsgrad und einem höheren Aufkommen an Kunden führt, die gezielt in seinem Segment nach Angebot suchen. „Synergie ist die Grundidee des Gewerbeparks, die Kompetenznetzwerke sind die konsequente Weiterentwicklung dieser Uridee“, sagt Roland Seehofer.

Attraktive Arbeitsumgebung

Diese Win-win-Situation lässt sich übrigens auch in dem Kompetenznetzwerk beobachten, das, anders als die anderen, nicht vorrangig auf eine hohe Kundenfrequenz vor Ort abzielt: Technologie im Park. Doch die Synergien funktionieren hier anders, so Seehofer: „Wenn ein technologieorientierter Mietinteressent sieht, im Gewerbepark gibt es bereits 38 Technologiepartner, die forschen und entwickeln und hochkarätige Arbeitsplätze bieten, dann weiß er sicher, dass der Gewerbepark hierfür der richtige Standort ist.“ Ein weiterer Aspekt ist die Zusammenarbeit von hier angesiedelten Firmen, die in ähnlichen Segmenten tätig sind, wie zum Beispiel Automotive. Hier gibt es nicht nur einen Know-how-Austausch, sondern auch Kooperations- und Zulieferpartnerschaften. „Die Stärke des Technologiesektors zeigt auch den starken Innovationsgedanken des Gewerbeparks“, so Seehofer.

Interview

Die Patienten profitieren vom Konzept der kurzen Wege

Der Medipark darf als Prototyp der Kompetenznetzwerke im Gewerbepark gelten. Dr. Gerhard Ascher, Orthopäde im MVZ Orthopädie Regensburg im Gewerbepark und Beiratsvorsitzender im Medipark, spricht im Interview über die großen Standortvorteile.

Hier geht’s zum Interview …