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21. Oktober 2020 16:34  Uhr

Gewerbepark: Eine Erfolgsstory wird 40

Der Gewerbepark Regensburg war einst der Namensgeber für eine neue Immobilienklasse in Deutschland. Auch 40 Jahre nach seiner Gründung präsentiert er sich erfolgreich, innovationsstark und unschlagbar flexibel.

Aufenthaltsqualität war von Anfang an Teil des Konzepts: So sind die parkähnlichen Grünanlagen und der See im Zentrum seit jeher Markenzeichen des Gewerbeparks. Foto: one4two GmbH

Von Mechtild Nitzsche

In diesem jährt es sich zum 40. Mal, dass im Regensburger Norden der Grundstein für den Gewerbepark Regensburg gelegt wurde. Und damit die Basis für eine beispiellose Erfolgsgeschichte, an der noch immer weitergeschrieben wird: Auch im Jubiläumsjahr präsentiert sich der Gewerbepark als leistungsstarker Büro- und Dienstleistungspark, der in allen Belangen auf der Höhe der Zeit ist.

Die Mutter aller Gewerbeparks

Die Innovationskraft, bis heute das Erfolgsrezept des Gewerbeparks Regensburg, steckte schon in seiner Gründung: Denn damals gab es diese Form von Gewerbeimmobilienstandorten in Deutschland noch nicht. Wie schon für das Donaueinkaufszentrum hatte sich Dr. Johann Vielberth auch für die Übersetzung dieses integrierten Standortkonzepts auf den gewerblichen Bereich Anregungen auf USA-Reisen geholt. Sein Ansatz: Unternehmen mit professionell entwickelten, multifunktionalen Mietflächen optimale Liquiditäts- und Bewegungsspielräume schaffen, damit sie sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Erfolgsrezept für deutschen Markt übersetzt

Für das 22 Hektar große Grundstück wurde das Konzept eines von einer Ringstraße erschlossenen Gewerbeparks entwickelt, der neben funktionalen Flächen auch viel Raum für Erholungsflächen bietet – von parkähnlichen Grünanlagen bis hin zu einem zentral angelegten See. Die Anpassung des angloamerikanischen Vorbilds an die mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaftsstruktur, die schon beim Donaueinkaufszentrum erfolgreich war, funktionierte auch im Gewerbepark: Schnell entwickelte dieser eine große Anziehungskraft auf die regionale Wirtschaft. Die in den 80er-Jahren rapide steigende Nachfrage nach Dienstleistungs-, Büro- und Großhandelsflächen fand hier das passende Angebot und verschaffte dem Park schnell eine zentrale Rolle im regionalen Gewerbeimmobilienmarkt.

Pionierleistung Medipark

Im folgenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel entfaltete der Gewerbepark seine ganze Überlegenheit am Markt: Da die Gebäude nicht auf einen Nutzer zugeschnitten, sondern variabel nutzbar entworfen worden waren, konnte er auf den Wandel reagieren und immer die nachgefragten Flächen bereitstellen. Als sich Mitte der 80er-Jahre der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft abzeichnete, hatte man bereits ein Hotel samt Tagungszentrum angesiedelt, den Sportpark mit angeschlossener Gastronomie integriert und die ersten Schritte für den Aufbau eines Ärztezentrums getan. „Mit dem Medipark entstand das erste Kompetenznetzwerk von Ärzten in Ostbayern, lange bevor die Medizinischen Versorgungszentren aus dem Boden schossen“, sagt Roland Seehofer, seit 2001 Geschäftsführer des Gewerbeparks. Heute sei der Medipark mit über 90 Spezialisten das größte private Ärztezentrum der Region.

Büro-City im Norden Regensburg

In den 90er-Jahren entwickelte sich der Gewerbepark immer stärker zum Büropark. Initialzündung war laut Seehofer das Nixdorf-Gebäude: „Hier wurde 1989 erstmals ein komplettes Gebäude als anspruchsvolles Mietobjekt mit variablen Büroeinheiten für den Bedarf eines Unternehmens bereitgestellt.“ Als Regensburg sich durch das verstärkte Engagement von BMW und Siemens immer mehr zum Technologiestandort mauserte, wirkte sich das auf den Büromarkt in der Domstadt aus – auch im Gewerbepark: Hier entstand Anfang der 90er-Jahre der C-Bereich, die sogenannte Büro-City. Die um eine Piazza angeordneten markanten Gebäude mit ihren Glasfassaden und vor allem die Glasrotunde wurden zum Markenzeichen des Gewerbeparks und zum Beleg des Strukturwandels in der ganzen Region.

Etablierter Technologiestandort

Der erhielt mit der Jahrtausendwende zusätzlichen Schub: Schnell wachsende Technologiefirmen siedelten sich an, schufen neue Arbeitsplätze – und brauchten flexible Raumlösungen. Mit Amazon, Bosch-Siemens-Hausgeräte und AVL hielt eine neue Mietergeneration im Gewerbepark Einzug. AVL etwa wuchs in zehn Jahren von einem auf 620 Mitarbeiter, davon 500 am Standort Gewerbepark. Dabei, diese auch international zu finden, half und hilft nicht zuletzt das attraktive Umfeld: Mit dem umfangreichen Serviceangebot mit Nahversorgung, Gastronomie, Kinderbetreuung, Ärztehaus, Sport- und Freizeiteinrichtungen, kostenlosen Parkplätzen und einer optimalen Verkehrsanbindung haben die Mieter beim Recruiting alle Trümpfe in der Hand.

Unangefochtener Besuchermagnet

Heute, 40 Jahre nach seiner Gründung, ist der Gewerbepark Marktführer im regionalen Gewerbeimmobilienmarkt: 155.000 Quadratmeter Nutzfläche, 350 Mietpartner mit mehr als 6000 Arbeitsplätzen, eine leistungsfähige Infrastruktur mit Anbindung an alle wichtigen Fernverkehrsstraßen, Integration in neun ÖPNV-Hauptlinien, 3.500 kostenlose Parkplätze sowie gesicherte Fahrradstellplätze für Pendler sprechen für sich. Zudem hat sich der Gewerbepark zu einem Besuchermagneten entwickelt. Über 16.000 Menschen nutzen täglich die Angebote der Kompetenznetzwerke aus den Bereichen Handel, Medizin, Beratung, Dienstleistung, Technologie sowie Bauen und Einrichten. In die Hunderttausende geht die Zahl der Besucher der vielen Events wie beim jährlichen Opening des Jazzweekends auf der Piazza, der Autoschau oder dem Piazza-Festival. Sich auf dem Erreichten auszuruhen, ist für Roland Seehofer natürlich keine Option. Er möchte den Gewerbepark noch stärker als Standort für Digital- und Technologieunternehmen ausbauen und dabei gleichzeitig auf einen gesunden Mietermix achten: „Innovation wird weiterhin unsere Triebfeder sein.“

Die Mutter der Gewerbeparks

40 Jahre Innovation

1980 brachte Dr. Vielberth aus den USA die Idee des Business Park nach Deutschland. Innovationskraft, Beständigkeit und Flexibilität kennzeichnen bis heute den Gewerbepark Regensburg.

Foto: Clemens Mayer

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