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18. Mai 2022 15:20  Uhr

In nur fünf Minuten vom Büro- zum Liegestuhl

Wege sparen, das Auto stehen lassen, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen: Für das Quartier der kurzen Wege gibt es gute Gründe. Im Gewerbepark wird die Idee schon lange umgesetzt.

Strandfeeling in der Mittagspause: Gerade im Sommer sind die Liegestühle um den See heiß begehrt, bei niedrigeren Temperaturen lockt der See zum Spazierengehen. Mit Erholungszonen wie dieser in Arbeitsplatznähe setzt sich der Gewerbepark als integrierter Standort klar von anderen Gewerbestandorten ab. Foto: Martin Angerer

Von Mechtild Nitzsche

REGENSBURG. Die Idee der 15-Minuten-Stadt gilt als Goldstandard in der Stadtplanung. In dieser „Stadt der kurzen Wege“ sollen alle für den Alltag relevanten Orte – vom Bäcker über den Kindergarten bis zur Behörde – in maximal 15 Minuten erreichbar sein. Doch was für Metropolen wie Tokio, Paris oder Wien wie ein erstrebenswertes Ziel klingt, ist für normal große Städte bei näherem Hinsehen alles andere als das: 15 Minuten zum Einkauf oder zur nächsten Bushaltestelle empfinden viele als viel zu lang. Deshalb sprechen Stadt- und Quartiersplaner inzwischen bereits vom neuen Ziel der Fünf-Minuten-Stadt.

Eine Stadt in der Stadt

Im Gewerbepark Regensburg ist die Fünf-Minuten-Stadt schon längst Realität, denn die Idee der kurzen Wege wurde hier von Anfang an mitgedacht. Durch gezieltes Standortmanagement wurde er über die Jahre zu einer urban geprägten „Stadt in der Stadt“ geformt, die den rund 6.500 Mitarbeitern der 350 Mietpartner ein optimales Umfeld nicht nur für die Arbeit, sondern auch für alle Erledigungen des Alltags bietet. Ob Supermarkt, Friseur, Reinigung, Kindergarten oder Ärztehaus: Im Gewerbepark ist das alles in maximal fünf Minuten zu Fuß erreichbar. „Wir verbringen täglich acht bis zehn Stunden am Arbeitsplatz – deshalb ist es nur folgerichtig, die Idee der kurzen Wege auch auf das Arbeitsumfeld auszuweiten“, erklärt Gewerbepark-Geschäftsführer Roland Seehofer. Verwirklicht wird sie im Gewerbepark durch eine ausgeklügelte Service- und Infrastruktur, bei der nichts dem Zufall überlassen wird. „Das Standortmanagement steuert die Branchenzusammensetzung aktiv; werden Lücken erkannt oder zeichnet sich ein Wechsel ab, wird proaktiv akquiriert, um den Anbietermix zu erhalten oder sogar noch weiter zu optimieren.“ Zusätzlich tragen zur Aufenthaltsqualität das umfassende Gastronomieangebot, Fitness- und Sportanbieter und die großzügige Grüngestaltung mit eigenem See bei, die es ermöglichen, die Mittagspause tatsächlich zur Entspannung zu nutzen.

Vorteile beim Recruiting

Von der hohen Aufenthaltsqualität im Gewerbepark profitieren nicht nur die Mitarbeiter. Auch die Mieter können als Arbeitgeber etwa beim Recruiting oder der Mitarbeiterbindung mit diesem Pfund wuchern. Zusätzlich finden sie im Gewerbepark mit einem Viersterne-Tagungshotel, Tagungsräumen oder Weiterbildungsanbietern wie etwa der IHK-Akademie weitere Funktionalitäten in der Nachbarschaft, die auch ihnen Wege sparen.

Das Konzept der kurzen Wege spart Zeit und trägt deshalb konkret dazu bei, Mitarbeiter zu entlasten: Wer nach der Arbeit noch schnell vor Ort alles Nötige erledigen kann, ist schon längst wieder zu Hause und genießt seinen Feierabend, während andere noch mit dem Auto von Geschäft zu Geschäft hetzen, Parkplätze suchen und zuletzt abgekämpft und mit in jeder Hinsicht leerem Tank daheim ankommen. Darüber hinaus gibt es, so Seehofer, auch einen wichtigen Umweltaspekt: „Wege des Alltags zu Fuß zu erledigen und das Auto stehen zu lassen spart CO2-Emissionen ein. Dieses Argument dürfte beim Fachkräfte-Recruiting immer wichtiger werden.“

Um kurze Wege garantieren zu können, kann der Gewerbepark vorweisen, was Solitärstandorten meist fehlt: schiere Größe. 220.000 Quadratmeter Grundstücksfläche waren und sind ein guter Ausgangspunkt, um einen umfassenden Branchenmix aufzubauen – inklusive Dienstleistern, die erst ab einer bestimmten Zahl an potenziellen Kunden überhaupt zu einer Ansiedlung bewegt werden können.

Teil der Stadtgesellschaft

Nicht zuletzt punktet der Gewerbepark auch mit seiner Urbanität: „Wir sind kein Stadtquartier, wir sind eine eigene Stadt in der Stadt“, drückt Roland Seehofer das aus. Dabei ist ihm wichtig, dass der Gewerbepark – anders als etwa große Firmenstandorte wie im Silicon Valley – nicht als Satellit komplett abgekapselt neben der Stadt existiert, sondern mit ihr Austausch hat. „Der Gewerbepark ist kein Banken- und Versicherungszentrum, in dem um 17.30 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden“, so Seehofer. So ist der Gewerbepark nicht nur beliebter Einkaufsort für täglich über 16.000 Besucher, sondern lädt auch mit kulturellen Events wie etwa Konzerten im Rahmen des Jazzweekends zum Besuch ein.